Forrest Bess

Ausstellung / Installation
Fridericianum
05.09.2020 11:00 - 18:00 Uhr

Forrest Bess, 1911 in Bay City, Texas, geboren und 1977 ebendort verstorben, führte ab der zweiten Hälfte der 1940er-Jahre ein recht isoliertes Leben am Golf von Mexiko, wo er sich parallel zum Fang und Handel von Fischködern mit Malerei befasste. In dieser Zeit begann er systematisch, seine „Visionen“, die er an der Schwelle zwischen Wachzustand und Schlaf hatte, in Gemälden festzuhalten. Für Bess manifestierten sich in diesen abstrakten und symbolreichen Bildern unterbewusste Erfahrungen der Menschheit, die er zu entschlüsseln suchte. Die Auseinandersetzung mit ihnen betrieb er wie eine obsessive Forschungsarbeit, die sich in unzähligen Niederschriften und intensiven Korrespondenzen artikulierte, ohne die Rätselhaftigkeit seines Schaffens jemals aufzulösen.

Das Fridericianum präsentiert die erste Ausstellung in Deutschland zu Leben und Werk des Künstlers seit mehr als drei Jahrzehnten. Die Schau erlaubt eine Neuentdeckung dieser herausragenden, für den zeitgenössischen Diskurs ausgesprochen relevanten, zugleich aber schwer fassbaren Position der US-amerikanischen Nachkriegskunst und wurde vom Kunstmagazin Monopol als eine der wichtigsten Ausstellungen des Jahres bezeichnet. Ergreifen Sie noch bis zum 6. September die Gelegenheit zu einem Besuch.

Fridericianum
© Fridericianum Foto: Andrea Rossetti
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