Zeughausruine

Die Zeughausruine heute ist nur ein bescheidener Rest des einstmals mächtigen Bauwerks und dient als Denkmal. Sie erinnert nicht nur an den Festungsbau des 16. Jahrhunderts, sondern auch an den Untergang der Stadt im Zweiten Weltkrieg:

Im Auftrag von Landgraf Wilhelm IV planten und bauten Rochus von Linar und Christoph Müller das Zeughaus im Jahre 1581 im Renaissance-Stil. Es war Teil der Festungsanlagen Kassels, die im 16. und 17. Jahrhundert zu den modernsten in Europa zählten und diente zur Lagerung von Waffen und Munition.

Im 19. Jahrhundert wurde das Zeughaus mehrmals geplündert und verlor schließlich mit der Annexion des Kurfürstentums Hessen durch Preußen (1866) zunehmend seine militärische Bedeutung.

Am 22. Oktober 1943 wurde das Zeughaus beim schweren Bombenangriff der Royal Air Force auf die Kasseler Innenstadt im Inneren fast komplett zerstört, nur die Außenmauern und Giebel blieben erhalten.

In der Nachkriegszeit fanden nur Absicherungsmaßnahmen an der Ruine statt. Da sich kein Verwendungszweck fand, der einen Wiederaufbau des monumentalen Gebäudes gerechtfertigt hätte, wurden große Teile des Gebäudes Abgerissen, 1972 dem Neubau der Max-Eyth-Schule Platz zu machen.

Seit 1991 bemühte sich der "Verein Zeughaus Kassel" um die Erhaltung und die Erschließung der Zeughausruine. Die Mauern wurden 2006 saniert. 2007/2008 wurde ein zurückhaltend gestalteter Neubau in die Ruine gesetzt, der die angrenzenden Schulbauten mit einer Cafeteria verbindet und auch der Öffentlichkeit für Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Der Künstler Otto Fischer eröffnet hier in der KW36 seine Inszenierung „ARSENAL“.

Behindertengerecht Die Einrichtung ist nur eingeschränkt zugänglich. Hilfspersonal ist notwendig oder es sind nur Teilbereiche des Gebäudes befahrbar.
Zum Stadtplan Programm der KW36

Adresse

Zeughausruine
Zeughausstraße / Artilleriestraße

Öffnungs­zeiten

Öffnungszeiten zur KW36
Fr / Sa 15-19 Uhr, So 10-15 Uhr

Kontakt

Zeughaus
Zeughausstraße / Artilleriestraße
34117 Kassel


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